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Von Lukas Zweifel

Letzen Sonntag durfte der STV Spreitenbach ein weiteres Mal die Unihockey-Kleinfeldelite im heimischen Seefeld willkommen heissen. Hochspannung und hart geführte Duelle durften erwartet werden, liefern sich doch fünf Teams ein Kopf-an-Kopf Rennen um den letzten Playoffplatz. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund einer äusserst unglücklich verlaufenen Saison lag der STV Spreitenbach auf dem letzten Tabellenrang und die Chance auf den rettenden 8. Platz konnte kleiner nicht sein. Dass Wild Goose am Morgen eines seiner Duelle gewinnen konnte und so den STV Spreitenbach definitiv in die Playouts schickte, vermochte den Tag jedoch nicht weiter zu trüben. Es war Heimrunde und egal wie die Umstände sein mochten, man wollte den Fans zwei Siege schenken und die anderen Teams nerven.

STV Spreitenbach vs. UHC F.P. Niederwil 7:9

Erster Gegner der Spreitenbacher waren die Pinguine aus Niederwil. Punkte gegen dieses Team waren in der Vergangenheit keine Seltenheit und so war die Hoffnung auf einen erneuten Sieg entsprechend gross. Mit der Unterstützung von rund 60 Fans startete Spreitenbach erfolgreich ins Spiel. Trotz vielen Chancen auf beiden Seiten gelang es dem STV zwei Mal vorzulegen. Zu einfach liess man jedoch den Gegner ausgleichen und die Führung übernehmen. Weil Spreitenbach sich kurz vor der Pause eine 2-Minuten-Strafe einfing und Niederwil diese in ein weiteres Tor ummünzte, hiess der enttäuschende Pausenstand 2:4 aus Sicht der Heimmannschaft. Nach der Pause ging es im gleichen Stil weiter. Sowohl Heim- als auch Gastteam kamen zu Möglichkeiten. Erneut waren es jedoch die Spreitenbacher, welche in Person von Geissmann den Ball zuerst über die Torlinie brachten. Das Spiel hätte sich nun in beide Richtungen entwickeln können, aber erneut nahm es Spreitenbach mit der Gastfreundschaft etwas zu ernst. 2+2 Minuten nach einem Crosscheck und einem weiteren Foul hiess das Verdikt. Die Pinguine, welche im Powerplay enorm stark auftraten, bekundeten keine Mühe den Vorsprung in Überzahl auf 3 Tore auszubauen. Spreitenbach musste reagieren und zog schon früh den Torhüter. Nach anfänglichen Schwierigkeiten tat man dies äusserst erfolgreich und kam Tor um Tor wieder an den Gegner heran. Doch Sekunden vor Schluss war es eine weitere Strafe, welche die Aufholjagd abrupt enden liess. Am Ende war die Hypothek von acht (!) Strafminuten zu gross und man musste sich einem souverän auftretenden UHC F.P. Niederwil mit 7:9 geschlagen geben.

STV Spreitenbach vs. emotion Hinwil-Tann 8:6

Mit emotion Hinwil-Tann erhielt die 2. Gruppe der 1. Liga Kleinfeld einen starken Aufsteiger, der munter im Playoffrennen mitmischt und unter anderem Lengnau bereits Punkte stehlen konnte. Das Hinspiel verloren die Spreitenbacher übrigens klar und hatten somit noch etwas gutzumachen. Dass Hinwil etwas gegen dieses Vorhaben hatte, musste Spreitenbach bereits ab der ersten Minute auf sehr harte Art und Weise erfahren. Mit grenzwertigem Körperspiel versuchten die Zürcher den Widerstand der Heimmannschaft zu brechen. Da aber auch die Spreitenbacher nicht aus Porzellan sind, entwickelte sich ein ruppiges, körperbetontes Spiel. Es gab auch dieses Mal hochkarätige Chancen auf beiden Seiten. Aber erneut vermochte Spreitenbach zuerst den Ball im Tor zu versenken und dieses Mal gab man die Führung nicht so leicht wieder preis. Mit einem Powerplaytor und einem fantastischen Distanzschuss konnte Spreitenbach die Führung auf 3:0 ausbauen. Erst ein Absprachefehler des Heimteams und

ein daraus resultierendes Freistossgoal ermöglichte Hinwil-Tann das erste Tor. Da beide Teams in der ersten Halbzeit zwei weitere Male trafen, nahm Spreitenbach den 2-Tore-Vorsprung mit in die Pause. Es war ein Abpraller, welcher gleich zu Beginn der 2. Halbzeit den Score für Spreitenbach weiter erhöhte. Dies entsprach überhaupt nicht dem Gusto der Gäste. Sie erhöhten nun den Druck auf das Aargauer Tor. Doch dort sass noch Marcel Heymann, the Man, the Myth, the Legend! Zwar nicht mit dem Gesicht, dafür auf jede andere Weise hielt er was es zu halten gab, unter anderem zwei Penaltys, und liess so die Hinwiler ein ums andere Mal verzweifeln. Es brauchte einen ärgerlichen Ballverlust vor dem eigenen Tor, damit die Zürcher den Ball wieder am Torhüter vorbeischieben konnten. Da in der restlichen Spielzeit die Tore abwechslungsweise fielen und 9 Sekunden vor Schluss auch der zweite Penalty der Hinwiler vergeben wurde, durfte Spreitenbach einen seiner raren Siege bejubeln. Damit hat man in der Tabelle die rote Laterne an Regensdorf abgegeben, was moralisch sehr wertvoll ist.

Obwohl der Gang in die Playouts bereits zum zweiten Mal nach 2017 feststand, zeigte der STV Spreitenbach in beiden Spielen viel Kampfgeist und Moral. Es gilt nun, in der letzten Runde am 03.03.2019 in Flims weiteres Selbstvertrauen zu tanken und sich optimal auf die Entscheidungsspiele vorzubereiten. Zudem möchte man den restlichen Teams die Playoffteilnahme nicht zu einfach gestalten.

Übrigens, falls ihr Darios Foodblog sucht: Der UHC T.S. Unterkulm hat die Aufgabe übernommen und hat Darios persönliches Delikatessenbuffet unter die Lupe genommen. Den Link zu «Trudi’s Gaumenschmauss» findet ihr hier.

Danke an Teamarzt Lucas Hodel für die tollen Bilder und an alle Fans für die ligaweit einzigartige Stimmung im Seefeld!

Der STV Spreitenbach spielt am Sonntag zuhause vor seinen Fans und peilt zwei Siege an. Die Playouts werden trotzdem kaum noch zu vermeiden sein.

Die Ausgangslage, in die sich die Spreitenbacher Herren manövriert haben, könnte kaum schlechter sein: Letzter Platz, vier Pünktchen auf dem Konto und vier Spiele bleiben noch, man hat acht Punkte Rückstand auf den rettenden 8. Platz. Sprich: Spreiti muss alles gewinnen und Wild Goose oder Bäretswil alles verlieren und ausserdem muss Spreiti noch knapp 30 Tore aufholen. Nun, etwas Gutes hat das Ganze: Das «pinke Ballet» kann ohne Druck antreten. «Die Chance, die Playouts noch zu vermeiden, liegt etwa bei 1%. Das wissen wir. Aber wir kämpfen bis zum letzten Schweisstropfen. Es geht vor allem auch darum, uns in den verbleibenden vier Spielen Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl zu holen», so Team-Saurier Danny Weber vor der Heimrunde, wo also zwei Siege angepeilt werden. Und wer weiss: Im Sport wurden schon oft unglaubliche Comeback-Stories geschrieben!

Am Sonntag gastiert also die Ostgruppe der höchsten Kleinfeldliga im Spreitenbacher Seefeld. An der Wigartestrasse, vor den eigenen Fans, möchte Spreiti sich von der besten Seite präsentieren. So schlecht, wie die Tabelle es vermuten liesse, war die Saison eigentlich auch wieder nicht. Im Cup erfüllte man äusserst souverän die Pflicht, ehe Vizemeister Kappelen Endstation bedeutete. Und in der Meisterschaft verlor man einige Spiele knapp und nach hartem Kampf. Aber Kampf allein bringt nun mal keine Punkte.

Spreiti spielt um 14:30 und 16:20 Uhr

Es braucht Tore und weniger Gegentore. Und diesbezüglich gibt es durchaus Good News: Immer mehr in Topform spielen sich nämlich sowohl die Torhüter (welch Glanzparaden von Heymann gegen Cazis zuletzt) und die erste Linie, die fleissig Tore schiesst. Nun ist es an den anderen drei Linien, die durchaus starken Trainingsleistungen auch im Match endlich in Tore umzumünzen. Wo wäre es schöner, den Knopf zu lösen, als im eigenen Wohnzimmer? Wir dürfen gespannt sein auf die Auftritte der Spreitenbacher, die um 14:30 Uhr auf Niederwil und um 16:20 Uhr auf Hinwil (das Duell der Pinken) treffen. Beide Gegner kämpfen noch um den letzten Playoffplatz und dürften entsprechend ebenfalls topmotiviert sein. Und zwischen den beiden Spreiti-Spielen gibt es noch den Kleinfeld-Leckerbissen zwischen Gossau (2.) und Lengnau (3.) zu sehen.

Die Spreitenbacher Herren hoffen auf zahlreiche Unterstützung – wie damals beim Cup-Auswärtsspiel in Kappelen. Welch grandioser Support. Liebe Fans, das gibt dem Team einfach immer einen riesengrossen Extraschub Motivation. Wir freuen uns auf euch!
Vamos Spreiti! Bis zum letzten Schweisstropfen!

Nach dem tapferen 7:10 gegen Cazis und dem unglücklichen 5:5 gegen Wild Goose sind die Playouts für Spreitenbachs 1. Mannschaft kaum mehr vermeidbar. Doch auf den Leistungen dieses Sonntags lässt sich definitiv aufbauen.

Um 9 Uhr morgens traf das «pinke Ballet» auf Schweizermeister und Cupsieger Cazis. Die Bündner starteten stark und führten schnell 2:0. Doch Spreiti zeigte eine bärenstarke Reaktion und konnte zwischenzeitlich gar 3:2 in Führung gehen. Auch nach der Pause powerten die Aargauer weiter, keineswegs eingeschüchtert von den grossen Namen auf der anderen Seite. Ex-Nati-Goalie Hitz im Tor? Ex-Nati-Spieler Capatt als Gegenspieler? Den Spreitenbachern egal. Sie legten alles in die Zweikämpfe und erzielten einige sehenswerte Tore, vor allem die Paradelinie um Hürlimann, Captain Nüesch und Hattrick-Schütze Geissmann spielte stark auf. Aber das ganze Team war nach einer Brandrede von Lukas Zweifel so richtig heiss aufs Spiel und es fehlte wirklich nicht viel und Spreiti hätte gepunktet. Aber es will einfach nicht sein diese Saison. Cazis war eiskalt und nutzte die wenigen Fehler Spreitenbachs aus. So führten die Bündner kurz vor Schluss 9:7 und nach einem unnötigen Ballverlust in der offensiven Zone erzielten sie noch das 10:7 ins verwaiste Tor. Aus, vorbei. Gut gekämpft, aber trotzdem verloren – so das Fazit aus Spreitenbacher Sicht (Wie oft haben wir das schon geschrieben…).

Unglückliches Unentschieden gegen Wild Goose

Nun galt es, an diese Leistung anzuknüpfen, dann wäre ein Sieg gegen Wild Goose die logische Folge gewesen. Und nach einer erneut sehr emotionalen Ansprache in der Kabine war das Spiel praktisch schon gewonnen. Denn die Mannschaft war so was von heiss auf das Spiel, das die Feuerwehr alarmiert werden musste.

Spreitenbach war extrem präsent, zweikampfstark und zu Beginn ungewöhnlich effizient. Zur Pause führte man im Derby 2:0, später 4:1. Von Wild Goose kam nicht wirklich viel. Doch die Gänse sind bekannt für ihr gutes 4-gegen-3-Spiel. Also versuchten sie es schon früh ohne Torhüter. Jedoch wollte auch das nicht wirklich klappen. Bis Spreiti den Gegner (einmal mehr) einlud, doch noch an der Partie teilzunehmen. Nach einem Missgeschick (und bei verlassenem Tor, da Spreiti mit 4 Spielern Tempo aus dem Spiel nehmen wollte) und einem weiteren Fehler stand es plötzlich 4:3, kurze Zeit später gar 4:4. Der ganze, schöne Vorsprung dahin. Doch das Feuer brannte noch immer. Wild Goose spielte weiter ohne Torhüter und wurde dafür bestraft. Captain Nüesch war so richtig heiss und traf ins leere Tor zum 5:4. Wild Goose stürmte nochmal an, blieb jedoch ein ums andere Mal hängen. Der Sieg für Speiti schien zum Greifen nah… bis der Unparteiische sich ins Rampenlicht pfeifen musste. Er sprach 11 Sekunden vor Schluss eine höchst fragwürdige Strafe aus, die man seitens Spreitenbach ja noch hätte akzeptieren können. Doch statt einem Bully gab es – aus welchem Grund auch immer – einen Freischlag für Wild Goose. Der folgende Abschluss wurde von einem Spreitenbacher noch abgelenkt, fand aber dennoch den Weg ins Netz. Ausgleich für die Gänse, 5 Sekunden vor Schluss. So viel Pech auf einmal!

Beim 5:5 blieb es dann. Es darf hier festgehalten werden, dass dies äusserst ärgerlich war für Spreitenbach und äusserst schwach vom Schiri. Jedoch muss auch gesagt sein, dass es Spreiti zuvor verpasst hatte, den Sack zuzumachen. Weber hatte den Empty Netter auf dem Stock, traf jedoch nur die Latte. Aber auch davor, in den ersten 30 Minuten des Spiels, hätte man eine klarere Führung und damit einen sicheren Sieg einfahren können. Tat dies aber nicht.

Tja – «haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss», wie doch schon Weltmeister Andreas Brehme zu sagen pflegte. Viele Spiele hat Spreiti diese Saison äusserst knapp

verloren. Und wenn’s nicht läuft, dann kommen auch noch solch unglückliche Gegentore dazu. Am Ende aber hat die Tabelle immer recht.

Es gibt nur eine Lösung: Weiter kämpfen! Auf den Leistungen gegen Cazis und über weite Strecken gegen Wild Goose lässt sich aufbauen. Und immerhin gab es endlich wieder einmal einen Punkt für Spreitenbach, womit man zumindest im Rennen um Rang 9 bleibt (im Fernduell mit Regensdorf). Der 8. Platz (und damit das Vermeiden der Playouts) wird eine knifflige Aufgabe, auf diesen fehlen nämlich schon 8 Punkte – bei noch 4 ausstehenden Spielen. Die Devise ist also klar: Spreiti muss nun jedes Spiel gewinnen. Aufgeben ist keine Option, solange es rechnerisch möglich ist!

Bereits in zwei Wochen (17. Februar) geht’s weiter und zwar in der heimischen Seefeld-Halle in Spreitenbach. Die 1. Mannschaft würde sich enorm über eine grösstmögliche Unterstützung freuen, wenn man um 14:30 Uhr auf Niederwil und um 16:20 Uhr auf Hinwil trifft. Mit einer ähnlich starken Leistung wie heute liegen dort definitiv zwei Siege drin. Vamos Spreiti!

Zu guter Letzt bedanken wir uns bei den Tigersharks Unterkulm für die hervorragende Organisation dieser Runde inklusive Livestream der Spiele auf Youtube. Von solch organisatorisch herausragenden Turnieren kann das Kleinfeldunihockey nur profitieren. Danke!

Dario’s Foodblog: «Wie in einer Bergbeiz»

Dario’s Gastroblog zur Meisterschaftsrunde der 1. Liga KF am Sonntag, 3. Februar in Aarburg. Organisator waren die Tigersharks Unterkulm.Diesen Sonntag trafen wir uns in Aarburg. Bereits am Mittwoch meldete sich der Gastgeber Unterkulm mit einer sehr schönen Geste. Sie sendeten mir einige Gutscheine für die Cafeteria. (Keine Angst! Ich bin nicht bestechlich!) Auch vor Ort war alles sehr kollegial.

Nun zum wesentlichen Teil meines Jobs: Das Angebot war verhältnismässig grösser als sonst. Auch der Service war sehr überzeugend. Das Essen strotze nur so von Frische. Das Brot war frisch vom Becker und in der Cafeteria gleich bearbeitet worden. Und so schmeckte es auch. Das Hotdogbrötchen war richtig frisch und das Brot für das Sandwich auch. Der Handy-Toast und der Hörnlisalat waren definitiv die Highlights des Tages. Der Senf im Toast war richtig gut. Ich war zuerst etwas skeptisch, aber er führte sich perfekt in das Geschmacksbild. Der Hörnlisalat (eher ein Hornsalat) war auch sehr gut, vor allem die Sauce. Schade war aber das die Hörnli ein bisschen verkocht waren.

Auf der Getränkekarte gab es auch noch ein Highlight: Ein Bier, das von Unihockeylegende Bruno Betschart gebraut wird. Man nennt es auch „es Gäächs“. Es ist sehr zu empfehlen und bevor irgendwelche Moralapostel zu weinen beginnen „mimimi, ein Sportler trinkt nicht, mimimi“ – ein Bier geht immer, vor allem wen es so „gääch“ ist.

Nun zur Bewertung: Diesen Sonntag stach vor allem die Gastfreundschaft heraus und natürlich auch die Konstanz durch die ganze Speisekarte. Hierfür gebe ich 4 von 5 Sternen.

Eure Sektion Gastrofreunde 

Spreitenbachs 1. Mannschaft verbleibt auf dem letzten Platz und muss in zwei Wochen dringend punkten, sonst winken die Playouts. Immerhin gab’s in Bäretswil ein ausgezeichnetes Cafeteria-Angebot. Mehr dazu im Foodblog ganz unten.

Der STV Spreitenbach spielt aktuell seine 3. Saison in der höchsten Kleinfeldliga. Nach einer Saison, wo man viel Lehrgeld bezahlte, aber trotzdem fünf Siege einfahren konnte und sich schliesslich in den Playouts souverän gerettet hatte, folgte die erwartete Steigerung in der Folgesaison mit dem 8. Platz, allerdings dicht am 5. Rang. Auf diese Saison hatte man im und um das Team eine weitere leichte Steigerung erwartet (auch wenn natürlich erwähnt sei, dass immer wieder junge Spieler ins Team eingebaut werden, die sich erst an das Niveau gewöhnen müssen). Und endlich einmal überzeugte man auch im Cup, wo erst Kleinfeld-Schwergewicht Kappelen den Spreitenbachern Wankdorf-Träumen ein Ende setzte. Doch dann startete die Meisterschaft. Und mit ihr begann sie zu drehen: die Negativspirale. Spreiti steht nach nunmehr 12 Spielen mit mickrigen 3 Punkten am Tabellenende. Das ist die einzige Statistik, die zählt. So gut man auch in vielen dieser zwölf Spiele gespielt haben mag. So sehr man auch gekämpft haben mag. Nun gut, in den Spielen vom 20. Januar zwei Siege zu fordern wäre total fehl am Platz gewesen. Schliesslich spielte Spreiti gegen die ehemaligen Schweizermeister Lengnau und Gossau. Allem Negativen zum Trotz muss hier erwähnt werden: Das Team lebt, es kämpft und kämpft und kämpft. Aber es macht viel zu viele Fehler, die diese hochkarätigen Gegner einfach auszunutzen wissen.

STV Spreitenbach v White Horse Lengnau 4:11

Im Hinspiel war man Lengnau 2:4 unterlegen und die Lengnauer selber hatten gar zu Protokoll gegeben, dass Spreiti dieses Spiel hätte gewinnen sollen. Tat Spreiti aber nicht. Und Lengnau war entsprechend im Rückspiel bereit. Spreiti spielte gut mit, doch wie oben geschrieben, beging man viel zu viele Fehler. Lengnau sagte «dankeschön» und zog davon. Immerhin gelang es Spreiti zu Spielmitte, eine kleine Druckphase aufzuziehen und prompt auch zu verkürzen. Vier Tore Rückstand wären durchaus aufholbar gewesen und so schickte Coach Grubenmann sein 4-gegen-3 aufs Feld. Topskorer Hürlimann erledigte die Pflicht und schoss das erste von vier benötigten Toren. Noch drei also. Doch damit hatte es sich mit der Aufholjagd. Wiederum (sie dreht und dreht und dreht…) schenkte man dem Gegner die Tore mit einfachen Fehlern. Lengnau war eiskalt und erhöhte (teils herrlich) zum Ende auf 11:4, also sieben Tore Unterschied. Immerhin sei zu erwähnen, dass nachher gar Schweizermeister Cazis gegen ebendieses Lengnau die erste Saisonniederlage kassierte. Helfen tuts aber nicht.

STV Spreitenbach v UHCevi Gossau 3:9

Im zweiten Spiel wartete Gossau. Auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen, sei auch hier erwähnt: Das Hinspiel hätte man durchaus gewinnen können. 6:7 verlor man es vor Weihnachten, man hatte Gossau mächtig geärgert (und bewiesen, dass man durchaus Erstliga-Niveau hat). Gossau war entsprechend im Rückspiel bereit. Spreiti zeigte Zähne, ging in Führung, spielte hart auf den Mann. Doch es wurde Gossau schlicht zu einfach gemacht zu skoren. Zur Pause führten die Zürcher 3:1, am Ende siegten sie 9:3. Spreiti war nie auch nur annähernd in der Nähe von Punkten heute (sie dreht und dreht und dreht…). Es darf aber erwähnt werden, dass die beiden A-Junioren Levin Wacker und Simone Sanchi zu weiteren Einsatzminuten kamen und Sanchi (Jahrgang 2002!) gar einen Penalty verwandelte – gegen den Rekordmeister. Wir gratulieren!

Bereits in zwei Wochen (3. Februar) geht’s für die 1. Mannschaft weiter. Dann trifft man auf Schweizermeister Cazis und auf Wild Goose. Eins ist sicher: Wir werden kämpfen bis zum Umfallen, um das Punktekonto endlich zu erhöhen. Sieg oder Sarg – VAMOS SPREITI! Gerne verweisen wir an dieser Stelle wieder einmal auf den Youtube-Kanal von Kulm-Legende Matthias Amstutz, wo man fast alle Spiele der Ostgruppe der höchsten Kleinfeldliga anschauen kann.

Foodblog: «Selbst gekocht ist immer besser»

Dieses Wochenende waren wir im verschneiten Bäretswil. Angekommen in der sehr schönen Halle mussten wir aber zuerst unser erstes Spiel bestreiten, bevor wir uns aufs Buffet stürzen konnten. Nach dem nicht ganz geglückten Spiel (siehe oben) war es nun an der Zeit. Auf der Speisekarte war zuerst nichts Besonderes zu sehen. Aber man sollte ja nicht alles von Beginn weg schwarzmalen. Ich entschied mich für zwei Wienerli mit Brot und einen Muffin.

Eins Vornweg: Ich habe selten so frisches Brot an einem Spielsonntag gegessen. Und auch die Wienerli waren gut. Der Muffin hatte die perfekte Grösse für zwischendurch und war auch sehr lecker. Zum Trinken entschied ich mich für einen Kaffee (da funktionierte die Maschine noch…). Es gab aber noch mehr zu bewundern in Bäretswil.

Es gab auch noch einen Hörnlisalat, den ich natürlich auch noch degustiert habe. Nun einen Tipp an alle Möchtegerncafeteriakenner: Auch hier ist es gern gesehen, wenn alles frisch zubereitet wird. Das macht richtig Lust darauf, etwas zu essen. Nun zur Bewertung: für diese sehr gute Leistung gibt es von mir 3.5 von 5 Sternen.

Eure Sektion Gastfreunde

Die 1. Mannschaft des STV Spreitenbach verpasst einmal mehr ganz knapp einen Punktgewinn gegen einen «Grossen» und gewinnt danach immerhin das Kellerduell gegen Regensdorf. Beide Spiele entschieden sich «zwischen den Ohren».


«Jungs, das entscheidet sich heute im Kopf», mit diesen Worten wandte sich Torhüter Mese Heymann vor dem «Crucial Game» (so nennen die Amerikaner ein eminent wichtiges Spiel) gegen Regensdorf in der Kabine an das Team. Und in der Tat – Unihockeyspielen können in der höchsten Kleinfeldliga alle Teams. Manche noch etwas besser als andere, aber Unihockeyspielen können alle. Der mentale Aspekt wird oft und gerne vergessen, ist aber – gerade auf diesem Niveau – extrem wichtig.


STV Spreitenbach vs UHCevi Gossau 6:7


Schauen wir beispielsweise auf das erste Spiel dieser Meisterschaftsrunde gegen den UHCevi Gossau, seines Zeichen Kleinfeld-Rekordmeister. Und diese Bezeichnung bringt ein gewisses Selbstverständnis mit sich, dass man Spiele gewinnen will und auch kann. Auch wenn Gossau mittlerweile etwas den Kontakt zur absoluten Kleinfeldspitze verloren hat, sind die Zürcheroberländer immer noch ein Top-Team. Spreiti hat noch nie gegen Gossau gepunktet. War aber schon nahe dran. So auch am 16. Dezember. Aber einmal mehr eben nur nahe dran. Spreiti führte 2:1 zur Pause und verschlief dann den Start in die 2. Halbzeit – oder man kann es auch anders sehen: Gossau schaltete einen Gang höher und verwandelte ein 1:2 aus ihrer Sicht in ein 4:2 und dies innert nur drei Minuten. Doch Spreiti mag in vielen Belangen noch hinterherhinken, aber puncto Kampfgeist sind sie top. Und so nutze man dann aus, dass Gossau sich wieder etwas zurückzulehnen schien und glich zum 4:4 aus. Gossau ging zwar wieder in Führung, doch Spreiti glich noch zweimal aus. So stand es eine Minute vor Schluss 6:6-Unentschieden und Gossau schien nervös. Sollten sie tatsächlich gegen den noch sieglosen Tabellenletzten Punkte abgeben? Die Zürcher nahmen das Time-Out und ersetzen den Torhüter bei einer Freistossvariante durch einen vierten Feldspieler. Es war dann der alte Fuchs «Leimi», der seinen Airhook-Trick auspackte und eiskalt zum 7:6 einnetzte. Allerdings war das Spiel noch nicht vorbei. Gossau musste sich noch einmal einem Spreitenbacher Ansturm ohne Torhüter widersetzen und hatte durchaus etwas Glück, dass Spreiti nicht ein weiteres Mal ausgleichen konnte. Am Ende aber gewann (einmal mehr) der Favorit. Und Spreiti bleibt zum gefühlten 100. Mal die Erkenntnis: «Gut gekämpft gegen ein Top-Team, aber halt wieder verloren.» Das hat man nun eigentlich genug gehört – man will endlich mehr! Und irgendwann, ja, irgendwann wird Spreiti auch für seinen Kampfgeist belohnt werden. Doch auch dieses Spiel wurde «zwischen den Ohren» entschieden. Gossau hatte einfach diese innere Siegesmentalität, diese mentale Überzeugung, um auch dieses Spiel noch für sich zu entscheiden.


STV Spreitenbach vs UHC Wehntal-Regensdorf 9:5


Mit einer Meditationsübung gelang es dem Coach dann, das Spiel gegen Gossau aus den Köpfen seiner Spieler zu bringen und den Fokus ganz auf Regensdorf zu legen. Man sieht also: Bei Spreiti versucht man durchaus auch im mentalen Bereich zu arbeiten. Regensdorf war und ist ebenso Playoutgefährdet wie Spreitenbach und liegt in der Tabelle unmittelbar vor dem «pinken Ballet». Wie gesagt: Für Spreiti ein «crucial game». Ein Vier-Punkte-Spiel, wenn man so will. Und erneut: Das Spiel entschied sich «zwischen den Ohren». Regensdorf schien nämlich mental blockiert und haderte mit sich, mit Fortuna und mit dem Schiri. Spreiti hingegen liess sich auch durch einen 0:2-Rückstand nicht beirren und hatte gefühlte 80% Ballbesitz. Und hinten drin konnte man sich notfalls auf einen schlicht überragenden Reto Zeindler im Tor verlassen. So drehte man diesen Rückstand in einen 8:2-Vorsprung, ehe die Zürcher alles auf eine Karte setzten, den Torhüter rausnahmen und so ziemlich schnell auf 8:5 verkürzen konnten. Spreiti am Wanken? Spreiti wiedermal nervös? Mitnichten! Die Defensive stabilisierte sich nach einem Time-Out und Spreiti kämpfte bis zum Umfallen. So konnten die Defensivsoldaten des 3. Blockes einen Penalty herausholen, der dann souverän verwandelt wurde. Das 9:5 war die Entscheidung in diesem umkämpften Spiel und gleichzeitig auch das Schlussresultat. Ein sehr wichtiger Sieg für Spreitenbach, den sich die kunterbunte Truppe – mit all ihren Defensivsoldaten und Zaubermäusen – als Teamleistung erarbeitet hat und vor allem: «zwischen den Ohren» gewann.
Aber die Fakten sind folgende: Spreiti liegt noch immer auf dem letzten Platz, fünf Punkte hinter dem rettenden 8. Platz. Es wird hart, diesen Platz noch zu holen – aber der Sport schreibt immer wieder spezielle Geschichten. Verloren ist bestimmt noch nichts. 8 weitere «crucial games» warten auf die Spreitenbacher. Am 20. Januar geht es weiter.
Zum Jahresende bedankt sich der STV Spreitenbach bei allen treuen Sponsoren und allen Fans für die Unterstützung sowie bei Teamarzt Lucas Hodel für die tollen Bilder aus Oberbüren und wünscht allen schöne Festtage. Im neuen Jahr greifen wir wieder an! #allizeme!


Hier noch das Post-Game-Interview mit Captain Renato Nüesch.