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Mittwoch 10 Jan. 19:30
Faustball Herren 2 / 3.Liga
Mittwoch 10 Jan. 19:30
Faustball Herren 3 / 3.Liga

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In der vierten Meisterschaftsrunde verpasst es Spreiti, die Konkurrenten hinter sich weiter zu distanzieren. Im Duell mit Cupsieger Cevi Gossau aber zeigen die Aargauer eines ihrer besten Spiele in der höchsten Liga bislang und schrammen nur knapp an einem Punktgewinn vorbei.

 

Zuerst die Pflicht, dann die Kür. So das Tagesprogramm an diesem verregneten Sonntag in Aarburg für das Herren 1. Im ersten Spiel traf man nämlich auf Ramba Zamba Merenschwand, welches vor der Runde drei Punkte hinter Spreiti auf einem Playout-Platz rangiert war. Im zweiten Spiel dann auf Cupsieger Gossau, wo man nur gewinnen konnte – für den Gegner wäre alles andere als ein Sieg eine herbe Enttäuschung gewesen.

 

STV Spreitenbach vs R.Z. Merenschwand 2:2

 

Doch zuerst zum Kräftemessen mit Merenschwand, welches vor dem Spiel Erinnerungen an deren Aufstiegssaison aufwärmte, um sich zu motivieren (Spreiti war damals wegen einem Törchen – in der letzten Minute des letzten Spiels – nicht aufgestiegen, dafür eben Merenschwand. Spreiti folgte ein Jahr später). Die Provokation blieb in Spreitenbach natürlich nicht unbemerkt und einige Spieler, die damals schon dabei waren, waren gleich doppelt motiviert. Viel wichtiger aber war, die Merenschwander auf Distanz zu halten oder gar weiter zu distanzieren. Den besseren Start ins Spiel erwischten jedoch die Merenschwander. Im Abschluss blieben sie allerdings harmlos. Nach einigen Minuten erwachten auch die Spreitenbacher und erhöhten das Tempo. Bei je einer 2-Min.-Strafe probierte es Spreiti mit drei gegen zwei (also ohne Torhüter) und hatte dabei einige hochkarätige Möglichkeiten, welche aber allesamt ungenutzt blieben. Noch schlimmer: Nach einem halbherzigen Schussversuch kam Merenschwand in Ballbesitz und brauchte nur noch ins leere Tor zu verwerten. Spreiti liess sich von diesem Dämpfer aber nicht beirren und drückte weiter. Belohnt schliesslich durch einen Penalty, den Geissmann eiskalt versenkte.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Merenschwand, aggressiver forezuchecken. Spreiti hatte anfangs etwas Mühe damit, konnte dann aber immer öfter gefährliche Konter fahren – ohne jedoch zu reüssieren. Ein selten gesehener, obwohl doch eigentlich extrem gefährlicher, weil unberechenbarer Backhand-Drehschuss brachte Spreiti dann 2:1 in Front. Merenschwand wurde zusehends nervös und agierte fortan noch aggressiver (hier hätte man auch durchaus mal eine Strafe aussprechen dürfen). Nach einem abgefangenen Querpass gestand Spreiti Merenschwand dann doch mal einen Konter zu (was man von Anfang an um jeden Preis vermeiden wollte, sich der Konterstärke des Gegners bewusst). Und tatsächlich: Dies reichte dann auch schon, um das Spiel wieder auszugleichen. Spreiti aber lässt sich mittlerweile nicht mehr so einfach aus dem Tritt bringen und pushte weiter. Etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende wurde dann (endlich) eine Strafe gegen Merenschwand ausgesprochen. Spreiti durfte also in Überzahl spielen – die perfekte Gelegenheit, um das Spiel zu entscheiden. Leider aber konnte das Powerplay nicht ausgenutzt werden. 14 Sekunden vor Schluss dann allerdings nochmals Freistoss für Spreitenbach: Coach Grubenmann beorderte den Torhüter auf die Bank und versuchte, mit vier Feldspielern noch den Sieg erzwingen. Doch der Ball gelangte durch einen Fehlpass zu einem Merenschwander und nur dank letztem (und absolut regelwidrigem) Einsatz konnte der Gegentreffer verhindert werden (es hätte Penalty geben müssen). So aber blieb es beim 2:2-Unentschieden. Letztendlich ein Punkt, der Spreitenbach mehr nützt als Merenschwand.

 

STV Spreitenbach vs UHCevi Gossau 4:6

 

Ins zweite Spiel gegen den amtierenden Cupsieger Gossau schickte Coach Grubenmann seine Truppe mit einem klaren Plan: Vier Blöcke wurden eingesetzt und in jedem Einsatz sollten sich die Spieler einfach verdammtnochmal die Lunge aus dem Körper rennen! Gossau war wohl etwas überrascht ob dem Tempo und der Leidenschaft der Aargauer. Doch sie nahmen den Kampf an. Und so entwickelte sich ein hochkarätiges Kleinfeld-Unihockeyspiel mit einem Top-Schiri und zwei Mannschaften, die kämpften und die vor allem spielten (nicht zerstörten) – Danke an alle Beteiligten! Das war ein richtig geiles Unihockeyspiel!

 

Gossau ging immer in Führung, Spreiti reagierte jeweils postwendend. Es gab Kombinationen, es gab Zweikämpfe, es gab Überraschungsmanöver (Goalie durch einen vierten Feldspieler ersetzen) auf beiden Seiten. Die Teams schenkten sich nichts. 1:0, 1:1, 2:1. Pause. Dann kurz nach Wiederanpfiff das vielumjubelte

2:2. 3:2. 3:3. 4:3. 5:3. 5:4 (Slapshot-Freistosstor durch Cedric Heer, grossartig bejubelt von seiner Derendinger Fangemeinde auf den Rängen). Dann 6:4. Und dann war fertig. Spreiti versuchte es noch mit vier Feldspielern und kam auch noch zu Chancen. Doch es wollte nicht sein. Gossau gewann 6:4. Am Ende lässt sich sagen: Spreiti hielt hervorragend dagegen, gegen einen Gegner, der schon seit etlichen Jahren an der nationalen Kleinfeld-Spitze mitspielt – und der auch nicht mit Junioren oder Ersatzspielern angetreten war. Es war eines der besten Spiele der Spreitenbacher seit dem Aufstieg in die 1. Liga KF. Darauf lässt sich aufbauen.

 

Und so kommt’s, dass man in Spreitenbach am Ende des Tages zufrieden und doch unzufrieden war. Zufrieden über zwei starke Leistungen, zufrieden über den Riesenfight gegen den Cupsieger, zufrieden darüber, dass man Merenschwand (und auch Regensdorf) auf Distanz halten konnte. Unzufrieden aber über den verpassten Sieg gegen Merenschwand und die verpasste Chance, mal gegen einen Grossen (Gossau) zu punkten. Und unzufrieden auch – und vor allem – über die (erneut!) ungenügende Chancenauswertung. Daran gilt es endlich zu arbeiten!

 

Am 3. Dezember geht’s weiter. Spreiti trifft dann auf White Horse Lengnau und zum Rückrundenauftakt auf Gansingen (das durch drei Punkte zu Spreiti aufgeschlossen hat) – ein Spiel, das es zu gewinnen gilt, wenn man sich nach oben und nicht nach unten orientieren will. Mit dem neuen Selbstverständnis dieser Truppe und der Leidenschaft aus dem Gossau-Spiel ist dies ein allemal realistisches Szenario! VAMOS!

HIER geht’s zum Post-Game-Interview mit «Topskorer auf Zeit», Roman Geissmann.

In der dritten Runde im heimischen Seefeld liessen die Gladiatoren aus Spreitenbach gegen Unterkulm die Muskeln spielen – mussten zuvor gegen den Aufsteiger aus Bäretswil jedoch eine deutliche Schlappe hinnehmen.

 

 

Von Cedric Heer

«An einer Heimrunde müssen zwei Siege das Ziel sein – egal, gegen wen man spielt», verkündete Coach Grubenmann vor dem Spiel bestimmt. Nach zuletzt zwei Niederlagen, vor allem gegen Niederwil nach komplett verpenntem Start auf ärgerlichste Art und Weise, sollte zu Hause die (mentale) Kehrtwende eingeläutet werden. Die Ferien vorbei, die Trainingspräsenz steigend, nur ein Spieler auf der «Injured Reserve List» und das heimische Publikum im Rücken: Die Zeichen standen gut für die Wiedergutmachung. Doch wie eine deutsche Buchautorin mal zu sagen pflegte: «Was soll das Denken in die Zukunft hinein, wenn das Hirn nicht einmal mit der Gegenwart klarkommt.»

STV Spreitenbach – DT Bäretswil 1:12

Lediglich acht Minuten dauerte es, bis alle guten Vorsätze gegen Bäretswil über den Haufen geworfen wurden. Zwar startete Spreitenbach dominant, liess Ball und Gegner in den ersten Minuten in gewohnter Manier laufen und erarbeitete sich zudem einige gute  Abschlussmöglichkeiten. Die Belohnung war der verdiente Führungstreffer nach einem Fehler im Bäretswiler Aufbauspiel. Was aber danach folgte, ist schnell erzählt: Innert kürzester Zeit mussten drei Gegentore hingenommen werden, welche die Spreitenbacher komplett aus dem Konzept brachten. Wie in einer Art Schockstarre liess man dem Gegner im eigenen
Slot Mal für Mal zu viel Platz, sodass dieser letztendlich auf den Schlussstand von 12:1 erhöhen konnte. Zwar fiel der Sieg durch etliche  Versuche, im 4 gegen 3 (das an diesem Tag gar nicht funktionieren wollte) doch noch irgendwie die Kehrtwende zu erzwingen,  etwas zu hoch aus – an dieser Stelle soll aber auch das starke und äusserst erfrischende Spiel der Bäretswiler gelobt werden. Nicht ohne Grund steht der Aufsteiger nach sechs Partien an der Tabellenspitze. Interessant zu erwähnen sei zudem die ausgeglichene (!) Schussstatistik nach 40 Minuten. Erneut wurden viel zu wenig Tore erzielt (und zudem natürlich viel zu viele «unnötige» Treffer kassiert), weshalb gegen Kulm das  Hauptaugenmerk auf die Defensive gelegt wurde.

STV Spreitenbach – Tigersharks Unterkulm 5:1

Gegen den direkten Mittelfeldkonkurrenten aus Unterkulm war eine starke Reaktion gefragt, um endlich die ersten 1.-Liga-Heimrundenpunkte einfahren zu können. Nach 45 Minuten Pause, einer eindringlichen Ansprache von Captain Nüesch sowie der mentalen Besinnung auf die eigenen Stärken, konnte das zweite Spiel auch nach der erneut souveränen Startphase erfolgreich gestaltet werden. Spreiti kreierte sich gute Chancen und war nun auch in der Defensive wieder bereit, den Kampf anzunehmen. Das Pausenresultat von 4:0 wiederspiegelte einerseits die gute Spreitenbacher Leistung, war andererseits aber auch mit der Verletzung des einzig verbliebenen Kulmer Torhüters zu erklären (nähere Infos HIER). Beim ersten Gegentreffer verletzte sich der Schlussmann an der Leiste und musste in der Folge mangels Alternativen die restliche Partie mit grossen Schmerzen bestreiten. An dieser Stelle: Gute Besserung Mätthu aus ganz Spreitenbach! Trotz Verletzung hast du dennoch fantastisch gehalten!

Das Spielresultat in der zweiten Halbzeit lautete dann «nur noch» 1:1-Unentschieden. Kulm drückte, Spreitenbach verwaltete gekonnt (scheiterte aber erneut auch einige Male aus aussichtsreichster Position...). Nichtsdestotrotz konnte nach zuletzt drei Niederlagen in Folge der eminent wichtige Sieg eingefahren werden. Zitat Marco Biasca: «Wer nur einen Gegentreffer kassiert, der gewinnt in dieser Liga gegen jedes Team!» Damit behauptet sich Spreitenbach mit Rang sechs im Mittelfeld und liegt nun zwar schon drei Punkte hinter einem Playoff-Platz, aber auch drei Zähler vor einem Playout-Platz.

 

Weiter geht es in drei Wochen in Aarburg gegen den Tabellenneunten aus Meerenschwand (9.00 Uhr) – ein enorm wichtiges Spiel! – und den amtierenden Cupsieger aus Gossau (11.45 Uhr). Wir hoffen erneut auf die fantastische Unterstützung unserer grossartigen Fans!

 

Hier geht’s zur Fotogalerie – vielen Dank an Teamarzt & Fotograf Lucas Hodel!

 

Hier geht’s zum Post-Game-Interview mit Lukas Zweifel!

Noch vor zwei Wochen konnte an dieser Stelle die vorzügliche Defensivleistung der Spreitenbacher Herren gelobt werden. Genau diese gilt es nach der zweiten Runde zu kritisieren. Das war gar nichts. Spreitenbach wird von Niederwil und Cazis ausgekontert und verliert zweimal hoch. In drei Wochen an der Heimrunde bevorzugten wir wieder das Defensiv-Gesicht der ersten Runde.

Drei Punkte und nur vier Gegentore (keines bei 3-gegen-3) – das war die stolze Bilanz der Playout-Teilnehmer aus Spreitenbach nach der ersten Runde. Mit entsprechend breiter Brust, aber leider mit einigen Absenzen (Topskorer Hürlimann, Defensiv-Leader Humbel und Coach Grubenmann fehlten unter anderem) reisten die Spreitenbacher nach Bäretswil. Dort trafen sie auf die Flying Penguins und auf Schweizermeister Cazis.

STV Spreitenbach vs F.P. Niederwil 4:9

Zum Auftritt in den ersten 20 Minuten gegen Niederwil (welches man im Vorjahr zweimal geschlagen hatte) passt nur ein Wort: Grottenschlecht. Die Aargauer waren nicht gewillt, die Zweikämpfe anzunehmen, verloren jedes Duell, waren nicht wach, liessen sich auf einfachste Art und Weise die Bälle abluchsen und liefen ein ums andere Mal in einen Konter. Niederwil sagte «dankeschön» und es wird gemunkelt, Goalie Zeindler (er spielte überragend) habe kaum die Maske angezogen, da stand’s schon 0:4. Guten Morgen!

In der zweiten Halbzeit fing sich Spreiti etwas und hielt nun dagegen. Schon bald einmal versuchte man es ohne Goalie und man kam auch tatsächlich nochmals etwas heran. Aber leider hatte man immer noch zu viele Ballverluste und – teilweise auch nach nicht geahndeten Regelwidrigkeiten – kassierte einige Tore ins verlassene Gehäuse oder auf Konter. Der Auftritt war insgesamt einfach zu pomadig, so reicht das nicht in der 1. Liga. Und die Niederlage mit den Absenzen zu erklären, wäre ebenfalls zu einfach. Schwache Leistung, verdiente Niederlage. Punkt.

STV Spreitenbach vs Blau-Gelb Cazis 4:16

Im zweiten Spiel wollte Spreitenbach den aktuellen Schweizermeister ärgern. Und tat dies auch! Das Schlussresultat von 4:16 lässt es zwar nicht vermuten, aber Spreiti spielte nicht schlecht und nahm den Kampf an! Cazis musste für ihre Tore arbeiten – mehr als gewünscht. Aber die grossen Stärken der Bündner in diesem Spiel waren gleichzeitig die grossen Schwächen der Spreitenbacher: Die Effizienz und die Präzision. Unglaublich, diese präzisen Zuspiele – und diese Kaltschnäuzigkeit – wow! Spreitenbach blieb nur das Staunen. Doch eben: Der Aussenseiter hielt durchaus dagegen, machte viel Tempo und kam ebenfalls zu vier Toren. So stand es „nur“ 4:9 bis ca. 10 Minuten vor Schluss, ehe Spreiti den Bündnern ins Messer lief. Man wollte beim Forechecking etwas zu viel und wurde ein ums andere Mal dafür bestraft. Lehrbuchmässig, wie Cazis sich aus Drucksituationen zu befreien wusste und dann vor dem Tor eiskalt vollendete – Chapeau! So stand’s dann plötzlich 4:16.

Mund abwischen. Einsatz und Einstellung stimmten gegen Cazis wieder und das ist, was zählt. In drei Wochen darf Spreiti zuhause antreten und trifft dort auf Tabellenführer Bäretswil und Unterkulm. Das Ziel ist klar: Punkte sollen her. Kommt also am 22. Oktober (15:25 & 17:15 Uhr) ins Seefeld! Vamos Spreiti! Zu wünschen wäre, dass die Defensivabteilung dann an die Leistung der ersten Runde und nicht an jene der zweiten Runde anknüpft. Denn ein Wort reicht, um die Defensivleistungen gegen Niederwil und Cazis zusammenzufassen: Ungenügend.

Spreitenbach gelingt mit drei Punkten ein akzeptabler Saisonstart. Vor allem der Sieg gegen Playoffhalbfinalist Gansingen kann als Ausrufezeichen gewertet werden.

Ohne Captain Renato Nüesch musste Spreiti zum Saisonauftakt in Kaisten gleich morgens um 9 Uhr gegen den Playoffhalbfinalisten Gansingen ran. Eine Herkulesaufgabe – dachte wohl manch neutraler Zuschauer vor dem Spiel. Doch die Mannschaft selber, die hatte sich viel vorgenommen. Irgendwie lag da schon vor dem Spiel etwas in der Luft.

STV Spreitenbach vs Wild Goose Wil-Gansingen 4:1 (2:0)

Und was Spreiti dann in der ersten Hälfte zeigte, war schlicht sackstark – gut, was der Gegner aus Gansingen zeigte, war auch nicht gerade Playoff-Halbfinal-würdig, das werden sie in Gangsingen wohl selber auch so sehen. Spreiti spielte defensiv absolut souverän, liess nullkommagarnichts anbrennen, der Legende nach soll Goalie Reto Zeindler sogar noch Zeit für einen Kaffee gehabt haben. Und vorne konnte durch gutes Kreuzen und einem souverän abgeschlossenen Konter eine 2:0-Führung herausgespielt werden – was eigentlich zu knapp war. Spreiti war besser. Gansingen versuchte, das Spiel einzuschläfern und den Kantonsrivalen so aus dem Spiel zu nehmen. Doch die Spreitenbacher blieben konzentriert, jeder Spieler glaubte zu jeder Sekunde an den Sieg. In der zweiten Halbzeit wurde Gansingen stärker und verkürzte im Powerplay auf 1:2. Kurz zuvor hatte Goalie Reto Zeindler einen Ausflug hinters Tor gewagt und war mit einem der «Gänse» kollidiert – Brummschädel. Backup Heymann musste rein und wurde gleich kalt erwischt. Doch danach zeigte auch er eine tadellose Leistung und der Sieg für Spreiti geriet nie wirklich mehr in Gefahr. Im Gegenteil: Durch erstklassige Konter konnte man die Führung noch auf 4:1 erhöhen. Die ersten zwei Punkte waren im Trockenen. Und das gegen den Playoffhalbfinalisten der Vorsaison – damit war sogleich ein erstes Ausrufezeichen gesetzt vom «Abstiegskandidaten Nr. 1» (so man den «Experten» im Szenen-Forum Glauben schenkt).

STV Spreitenbach vs UHC Wehntal Regensdorf 3:3 (2:1)

Im zweiten Spiel traf Spreitenbach im Limmattal-Derby auf Regensdorf. Diesen Gegner hatte man in der Vorsaison zweimal schlagen können. Und wer sich die erste Halbzeit anschaute, der musste wohl schlussfolgern, dass auch heute der Sieger nur Spreitenbach heissen konte. Zwar stand es nur 2:1, aber Spreiti dominierte und vom Gegner kam herzlich wenig. Dies änderte sich jedoch nach der Pause. Regensdorf übernahm das Spieldiktat und konnte ausgleichen. Doch Lukas Zweifel, mit seinem zweiten Tor des Tages, brachte Spreiti wieder in Führung und der Sieg schien zum Greifen nah. Regensdorf gelang dann aber mit einem Mann mehr doch noch der Ausgleich und so endete das Spiel 3:3-unentschieden. Dieses Spiel hätte Spreiti jedoch gewinnen müssen. Vor allem in der ersten Halbzeit hätte man einen grösseren Vorsprung herausspielen können. Die Chancenauswertung, oder allgemein die Torproduktion, bleibt eine Baustelle. Zu erwähnen ist, dass die Defensivleistung in beiden Spielen absolute Spitzenklasse war – kein einziges Gegentor erhielt man bei 3-gegen-3, die Gegner skorten nur in Überzahl oder mittels Penalty.

Drei Punkte also für Spreitenbach zum Saisonstart – das ist akzeptabel, auch wenn Interimscaptain Geissmann und Coach Grubenmann auf der Rückfahrt unisono zu Protokoll gaben, dass es «vier Punkte hätten sein müssen.» Trotzdem: So kann’s weitergehen – am 1. Oktober in Bäretswil, gegen Niederwil und Blau-Gelb Cazis.

Hier geht’s zum Post-Game-Interview mit Torhüter Reto Zeindler: http://bit.ly/2xJEOHS.

Die 1. Mannschaft des STV Spreitenbach hat am 26. August am Kleinfeld-Vorbereitungsturnier „Masters 3000“ in Erlen, Kanton Thurgau, teilgenommen. Ein Auftritt mit Licht und Schatten.

 

Vorrunde: Mal top, mal flop

 

Der Masters 3000-Cup sollte Spreitenbach als erste Standortbestimmung vor der 2. Saison in der höchsten Kleinfeldliga dienen. In dieser soll der Klassenerhalt so schnell wie irgend möglich sicher gestellt werden.

 

In der Vorrunde hatte man sechs Spiele à jeweils 14 Minuten zu absolvieren. Spreiti war nicht ganz komplett, aber doch mit drei Blöcken angereist. Dies jedoch nur, weil Danny Weber sein Kurz-Comeback gab (zumindest für fünf Spiele, dann machte der Körper nicht mehr mit). Direkt eingeflogen aus Chicago, wo er die „Vorbereitung“ absolviert hatte. Weber spielte wie vor seinem Abgang mit Heer und Geissmann im zweiten Block. Als erstes traf Spreiti auf Ligakonkurrent Niederwil, die man in der Vorsaison zweimal bezwingen konnte. Es war ein attraktives Spiel mit viel Tempo, aber auch vielen Ungenauigkeiten. Spreiti musste beim Stand von 1:2 den Torhüter ziehen, doch das 4-gegen-3 funktionierte überhaupt nicht wunschgemäss. So verlor man dieses Spiel 1:3. Kurz darauf traf man auf White Horse Lengnau, den Vorjahres-Turniersieger. Ein äusserst spannendes Spiel auf hohem Niveau. Spreiti konnte sich steigern und zeigte eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Am Ende erkämpfte man sich einen Punkt (3:3). In der Folge traf Spreiti auf drei unbekannte Gegner aus tieferen Ligen oder vom Grossfeld. Taktisch war man allen überlegen, doch in den ersten zwei Spielen zeigte sich ganz deutlich die eklatante Abschlussschwäche der Aargauer. Daran muss endlich gearbeitet werden. Viele Schüsse waren harmlos oder gingen am Tor vorbei. Zeitweise wurde das Team nervös und es wurde unruhig auf der Bank, womit das Chaos sich auch auf dem Feld entfachte. Dennoch – und das ist positiv – konnte man zwei knappe Siege einfahren. Im fünften Spiel gegen die u18 von Floorball Thurgau gelang endlich ein überzeugender Auftritt. Das Spreitenbacher Tempospiel sowie die taktische und körperliche Überlegenheit zeigten hier Wirkung.

Zum Schluss der Vorrunde traf Spreiti auf emotion Hinwil, ein ambitionierter Zweitligist. Mit einem Sieg hätte man den 2. Rang in der Gruppe erobern können. Doch just im dümmsten Augenblick hatte man wieder Mühe, Tore zu erzielen. Trotz Powerplay- und etlichen weiteren Möglichkeiten erzielte man kein einziges Tor und verlor 0:2.

 

Viertelfinal: Out trotz starker Leistung

 

Als Gruppenvierter musste man im Viertelfinal gegen den Sieger der anderen Gruppe antreten. Spreiti gelang zum richtigen Zeitpunkt eine Leistungssteigerung, es war das beste Spiel des Tages (und ein absolut phänomenales von Torhüter Zeindler by the way). Kämpferisch einwandfrei hatte Spreiti etwas mehr vom Spiel als der Gegner (ein Plausch-Team mit einigen NLB-Spielern von Floorball Thurgau?). Leider aber gelang es nicht, die leichte Überlegenheit zum Sieg zu nutzen. Unentschieden und Penaltyschiessen. Dort zeigte sich die Klasse der Grossfeld-Techniker, während Spreitis Schützen scheiterten. Damit war man ausgeschieden (gegen den späteren Turniersieger).

 

Saisonstart: Steigerung gefragt

 

Es war ein guter Test kurz vor Saisonstart. Spreiti zeigte einige gute und einige weniger gute Spiele. Es war wichtig, mal einige Spiele auf halbwegs Ernstkampf-Niveau bestreiten zu können. Klar ist: Der Fitnesslevel ist, wie gewohnt, hoch, in dieser Hinsicht ist man bereit. Doch spielerisch muss noch eine Steigerung folgen, viel zu viele Fehler beging man im Spielaufbau, das 4-gegen-3 war auch nicht sattelfest und die Blöcke sind noch weit weg von eingespielt. Viel Zeit bleibt zwar nicht, aber immerhin hat man noch das Trainingsweekend, um an der Feinabstimmung zu feilen.

 

Das Viertelfinal-Out war allerdings schon eine leise Enttäuschung, der Halbfinal war das Minimalziel gewesen – eine zweite Enttäuschung nach dem Cup-Out gegen Riehen eine Woche zuvor. Was kann man von Spreitenbach zum Saisonstart erwarten? Schwierig zu sagen. Einige Spieler werden diese Saison neu in

den Kader eingebaut. Ein guter Saisonstart wäre sicher wichtig für das Selbstvertrauen. Aber das Toreschiessen – das muss endlich gelernt werden, das war die grösste Erkenntnis im Thurgau.